
Badische Zeitung, 1.2.2000
| MÜLLHEIM (dr). Der Söhnlin Keller,
eine wahre Institution in Sachen Kultur und beliebter Treffpunkt der Müllheimer
Intellektuellen, konnte aus dem nahen Elsass die Mojo-Blues-Band verpflichten,
die sich schon einen regionalen Bekanntheitsgrad auf Blues- und Jazzfestivals
sowie im französischen Femsehen erspielt hat.
So waren die Maßstabe hoch angesetzt, doch die Mojo-Blues-Band
verteidigte ihren guten Ruf und begeisterte das Publikum mit einem Repertoire,
das vor allem in der Anfangsphase mitriss und stilistisch breit gefächert
war. Vom treibenden Bluesrock bis hin zu trockenem Funk reichte die Palette;
man hatte den Eindruck, als wollte die Band dem Publikum demonstrieren,
wie viele verschiedene Musikarten auf dem Fundament des Blues beruhen,
und man konnte hören, wie tief die Musik solch erfolgreicher Rockgruppen
wie der Rolling Stones und Led Zeppelin in dieser Musik verwurzelt ist
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Beachtliches Können Beachtlich auch das musikalische Können der Dreierformation, bestehend aus singendem Gitarristen, Schlagzeuger und E-Bassisten: Die Band wirkte sehr eingespielt und harmonisch, der organische Gruppen-Sound wurde durch die verblüffend "schwarz" klingende Stimme von Jean-Pierre Dangy aufgerieben und manchmal durch den Hintergrundgesang von Raphael Bindler (Bass) und Michel Olivier (Schlagzeug) ergänzt. Dangys Stimme oszillierte zwischen melancholischem Liebesgesang und
raubeiniger Blues-Poesie, welche das Publikum besonders begeistern konnte;
dazu die Erkenntnis, dass Blues mehr als alles andere zeitlos ist und dass
auch Weiße den Blues haben können. Die drei Elsässer haben
dies eindrucksvoll bewiesen.
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